Pausenzeiten für Azubis: Was Ausbilder wissen sollten
Pausen gehören zur Ausbildung einfach dazu
In der Ausbildung geht es um Lernen, Anpacken und Verantwortung übernehmen. Aber eben nicht ohne Pause. Wer den ganzen Tag in der Werkstatt steht, auf der Baustelle arbeitet oder im Betrieb mitläuft, braucht zwischendurch eine echte Auszeit. Keine Alibi-Pause, sondern Zeit zum Durchatmen. Der Kopf wird wieder frei, der Körper kommt runter, die Konzentration kehrt zurück. Das ist kein Luxus, sondern notwendig. Pausen gehören genauso zum Arbeitstag wie Werkzeug und Termine. Trotzdem geraten sie im Alltag manchmal ins Hintertreffen. Dabei ist klar: Ohne Pause leidet die Leistung. Und eine Ausbildung, die dauerhaft unter Strom läuft, bringt niemandem etwas.
Die Regeln sind eigentlich ganz einfach
Für Pausen gibt es klare Vorgaben; auch für Betriebe in 29633 Munster. Wer noch keine 18 ist, fällt unter das Jugendarbeitsschutzgesetz. Nach viereinhalb Stunden Arbeit müssen mindestens 30 Minuten Pause gemacht werden. Nach sechs Stunden sind es mindestens 60 Minuten. Diese Pause darf nicht erst ganz am Ende kommen, sondern muss mitten im Arbeitstag liegen. Bei volljährigen Azubis gilt das Arbeitszeitgesetz. Auch hier ist nach sechs Stunden eine Pause Pflicht, nach neun Stunden entsprechend mehr. Pausen können aufgeteilt werden, müssen aber echte Erholungszeit sein. Also kein kurzer Gang ins Lager oder ein Telefonat zwischendurch. Pause heißt Pause.
Berufsschule gehört mit zum Arbeitstag
Viele Ausbildungstage bestehen aus einer Mischung aus Berufsschule und Betrieb. Genau hier entsteht oft Verwirrung. Dabei ist es eigentlich logisch: Schulzeit zählt als Arbeitszeit. Wer mehrere Stunden im Unterricht sitzt, hat bereits einen halben oder sogar ganzen Arbeitstag hinter sich. Trotzdem müssen auch an solchen Tagen Pausen eingeplant werden. Niemand kann acht Stunden konzentriert lernen und danach noch ohne Unterbrechung im Betrieb arbeiten. Das funktioniert vielleicht kurzfristig, aber nicht dauerhaft. Ausbildung braucht Struktur. Und dazu gehören feste Zeiten für Arbeit, Schule – und eben auch für Erholung.
Gute Pausen machen Ausbildung entspannter
Gut geregelte Pausen sorgen für einen ruhigeren Alltag im Betrieb. Wer weiß, wann Pause ist, arbeitet fokussierter. Wer sich erholen kann, macht weniger Fehler. Und wer fair behandelt wird, bleibt motiviert. Pausen senken das Unfallrisiko, entlasten Körper und Kopf und sorgen für ein besseres Miteinander. Für Betriebe - auch in 29633 Munster - heißt das: Pausen gehören fest in die Planung. So wie Arbeitszeiten und Berufsschule. Wer hier sauber organisiert, erspart sich Diskussionen und unnötigen Stress. Und zeigt ganz nebenbei, dass Ausbildung ernst genommen wird.
Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung – Pausenzeiten für Azubis: Was Ausbilder wissen müssen, https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/pausenzeiten-fuer-azubis-was-ausbilder-wissen-muessen-373118/
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